Hochwald-Pfad, Weiskirchen

Anspruch: mittelschwere Tour, mit kürzeren und längeren Steigungen
Länge: 12 km
Dauer: 3:00 – 3:30 Stunden
Höhendifferenz: 311 m
Startpunkt/GPS: Freibad Weiskirchen, Im Hänfert, 66709 Weiskirchen,
49 33’45,6’’ N – 6 48’15,4’’ O

Zu Beginn der Wanderung windet sich ein schmaler Pfad in steilen Kurven nach oben. Über einen Wiesenweg verlassen wir Weiskirchen mit einem überwältigenden Ausblick über den Kurort und ins nördliche Saarland.
Ausgedehnte Laub- und Nadelwälder bestimmen das Bild der Wanderung über den Hochwald Pfad. Nachdem wir den Campingplatz hinter uns gelassen haben wird es still. Über lange Strecken vermittelt der Pfad eine Prise Abenteuer in völliger Einsamkeit.
Nach etlichen Richtungsänderungen erreichen wir das malerisch-verträumte Schlittenbachtal. Wir steigen leicht bergan, das Wasser manchmal nur fußbreit neben uns. Mal leise gurgelnd, mal, wenn sich das Wasser durch größere Gesteinsbrocken bahnt, mit Getöse wie bei einem Wasserfall. Und plötzlich, wenn wir eine Flachzone passieren, ist es atemlos still. Glücksmomente einer wunderbaren Wegführung.
Das Naturschutzgebiet Wahnbachtal wird auch als „Seelenschutzgebiet Wahnbachtal“ bezeichnet. Nach dem Vorbild des so genannten „Seelensteigs“, den Horst Stern im Bayrischen Wald konzipiert hat. Für Horst Stern ist der Seelensteig ein Fenster in die natürliche Waldentwicklung. „Der Gedanke, bei einer Vernissage in der Natur seinen Gefühlen zum Wald freien Lauf zu geben, seine Seele baumeln zu lassen, gab dem Steg seinen Namen – Seelensteig“, so Horst Stern
Am Ende des Tals halten wir uns links. Unser Weg schlängelt sich entlang des Hübelberges durch immer dichter zu werdenden Tannenwald. Die Sonnenstrahlen erreichen hier kaum den Waldboden. Dort, wo sie es schaffen, tauchen sie den „schwarzen“ Wald in mystisches Licht.
Nach weiteren, unzähligen Richtungsänderungen gelangen wir über weichen Waldboden zum Herberloch. In der Mulde eines ehemaligen Steinbruchs liegt hier ein märchenhaft anmutender kleiner, fasst spiegelglatter See. In der Mitte eine winzige Insel umgeben von Seerosen. Linker Hand schimmern die Felswände in ockerfarbenen Brauntönen über den weißen Baumstämmen der Birken. Zwei Holzbänke oben auf dem Damm laden ein zum Ausruhen, die Stille zu genießen und diesen harmonischen Ort intensiv aufzunehmen.
Die letzten Kilometer liegen weiterhin im Wald, den wir erst unmittelbar am Parkplatz des Naturschwimmbads von Weiskirchen verlassen.